Ein zentrales Signal ging dabei von der Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern aus: Erstmals fand die Pressekonferenz nicht im Regierungssitz, sondern in der Wirtschaftskammer statt.
„Es geht uns darum, die Interessen des jeweils anderen noch sichtbarer zu machen – und zwar für die positive Entwicklung im Land“,
betonte Landeshauptmann Daniel Fellner. Ziel sei es, neue Formate der Zusammenarbeit zu etablieren:
„Wir wollen gemeinsam neue Formate entwickeln und noch intensiver themenspezifisch zusammenarbeiten.“
Reformpartnerschaft
Im Rahmen der Reformpartnerschaft wurden zentrale Zukunftsfragen diskutiert – von Digitalisierung über Gesundheit bis Bildung. Kärnten will dabei aktiv gestalten:
„Kärnten will in diesem Prozess eine prominente und verbindende Rolle spielen“,
so Fellner. Konkret gehe es etwa um vereinfachte Registerzugriffe, die „eine große Erleichterung für Bürgerinnen und Bürger“ bringen sollen. Auch einheitliche Standards in der Elementarpädagogik, eine Stärkung der Schulautonomie und eine solidarische Lösung bei den Netzkosten zählen zu den Kernanliegen. Für LHStv. Martin Gruber ist klar: „Wir müssen diese Herausforderungen mit Mut angehen – von Gesundheit über Energie bis Verwaltung.“ Gleichzeitig pocht Kärnten auf klare Zuständigkeiten: „Die Raumordnung muss Landeskompetenz bleiben.“ Zudem fordert er Unterstützung des Bundes bei zentralen Infrastrukturprojekten und ein Ende von überbordender Bürokratie: „Das hat mit den Rechten von Anrainern nichts zu tun, sondern verhindert Investitionen und verursacht Mehrkosten in Millionenhöhe.“
Sozialpartner
Auch die Sozialpartner unterstrichen die gemeinsame Verantwortung: Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl forderte mehr wirtschaftlichen Spielraum und einen neuen Zugang zu Leistung: Es dürfe „nicht immer darum gehen, wie Dinge verhindert werden können“. Arbeiterkammerpräsident Günther Goach stellte den sozialen Zusammenhalt in den Mittelpunkt:
„Uns geht es darum, Kärnten gemeinsam nach vorne zu bringen, den Standort und die Lebensqualität zu stärken.“
Regionalfonds
Parallel dazu wurden konkrete Maßnahmen beschlossen, die direkt im Alltag der Menschen wirken: Der Kärntner Regionalfonds bleibt ein starker Partner der Gemeinden. 39 Projekte in 36 Gemeinden wurden mit rund 11,7 Millionen Euro unterstützt.
„Gemeinden sind die Zentren unserer Gemeinschaft und Identität. Wir stärken Schulen, Kindergärten, Sicherheit, Infrastruktur und eine gute Entwicklung vor Ort“,
betonen Gaby Schaunig und Marika Lagger-Pöllinger.
Bildung
Auch im Bildungsbereich wird konsequent investiert: Rund 18,8 Millionen Euro flossen in Schulen, Kindergärten und Bildungszentren.
„Es ist wichtig, dass wir dort investieren, wo Kinder, Familien und Gemeinden ganz konkret etwas davon haben“,
so Schaunig und Lagger-Pöllinger.
„Jede Investition in unsere Kinder ist eine Investition in unsere Zukunft.“
Hitzeschutz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Arbeitnehmer:innen im Landesdienst. Angesichts zunehmender Hitzeperioden wurde ein umfassender Hitzeschutzplan gestartet.
„Die zunehmenden Hitzebelastungen sind keine Zukunftsfrage mehr, sondern längst Realität im Arbeitsalltag vieler Menschen“,
betont Landeshauptmann Fellner. Ziel sei es, „die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv zu schützen“.
Hochwasserschutz
Auch in die Sicherheit der Bevölkerung wird investiert: Mit dem Projekt „Schieflingbach“ werden rund 2,35 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in Steindorf am Ossiacher See investiert.
„Gerade bei Naturgefahren zeigt sich, wie wichtig vorausschauendes Handeln ist“,
so Lagger-Pöllinger.